Tipps und Tricks zu DERIVE

Demodatei

Inhalt:


Erzeugung einer Demodatei

Frage:

Im Lieferumfang von DERIVE gibt es eine Reihe von Demodateien. Ich möchte gerne derartige Dateien für meine Schüler selbst erstellen. Ist das möglich?

Antwort:

Ja, das geht und ist gar nicht einmal so schwierig. Angenommen Sie wollen eine Demodatei zur Lösung eines linearen Gleichungssystems mit 2 Variablen erstellen (nach der Eliminationsmethode).

Schritt 1:

Die beiden Gleichungen werden zB in einer Liste eingegeben. Über Edit>Annotation öffnet sich eine Dialogbox, in der Sie aufgefordert werden, den Begleittext einzugeben, was hier bereits geschehen ist. Die Eingabe wird mit ENTER abgeschlossen.

Der Text erscheint vorerst „verstümmelt" rechts unten als Systemmeldung.

Die nächste Eingabe wird mit Kommentar versehen:

So wird bis zum Ende der Datei verfahren. Dazwischen können Aufträge vergeben werden, da das Demo an jeder Stelle unterbrochen werden kann.

Schritt 2:

Wenn die Datei fertig gestellt ist, dann muss sie als mth-Datei gespeichert werden. Um das Laden einfach zu machen, soll sie dann in eine Datei mit der Dateierweiterung .dmo umbenannt werden. Wir wollen diese Datei unter dem Namen lin_sys.dmo speichern.

Über File > Load > Demo File (Datei > Laden > Demo-datei) wird eine Liste der vorrätigen Demodateien angezeigt:

Nach dem Laden können Sie mit der Demodatei wie gewohnt vorgehen. Die Kommentare erscheinen nun in voller Länge rechts unten, wie der Bildschirmausschnitt zeigt:

Es gibt noch eine zweite Möglichkeit, eine Demodatei herzustellen: Wenn man die *.dmo-Datei mit einem Editor öffnet, findet man eine einfache Textdatei:

Man erkennt, dass der Kommentar über dem DERIVE-Ausdruck eingeleitet von einem Strichpunkt erscheint. Im obigen Beispiel wurde die Datei um einen weiteren Ausdruck + zugehörigem Kommentar erweitert. Beachte, dass der Umlaut „ö“ nicht richtig wider gegeben wird (DERIVE verwendet den Uni- und nicht den ASCII-Code). Die DERIVE-Ausdrücke müssen syntaktisch vollkommen richtig eingegeben werden. Wenn man diese Vorgangsweise wählt, dann empfiehlt es sich, zuerst die DERIVE-Datei als MTH-Datei abzuspeichern und die Kommentare erst nachträglich vor jeden Ausdruck einzufügen.

© PI-NOe, letzte Änderung am 30. August 2005, erstellt von Josef Böhm und Walter Wegscheider